Im Rahmen der Sicherstellung eines wirksamen Brandschutzes investierte die  Verbandsgemeinde Westerburg in den vergangenen Monaten rund 1 Million Euro in neue Feuerwehrfahrzeuge. Dieser Tage fand die offizielle Übergabe im Rahmen einer Feierstunde am Dorfgemeinschafthaus Berzhahn statt.

Die insgesamt fünf neuen roten Fahrzeuge waren mit Blumenschmuck dekoriert und mit System aufgestellt worden und bildeten als Hintergrund eine schöne Kulisse. So freute sich Ortsbürgermeister Markus Hof in seiner Funktion des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Westerburg an diesem lauen Spätsommerabend nun endlich diese „große Runde Feuerwehrfahrzeuge“ übergeben zu können.

Er freute sich, dass auch die Bürgermeister der Gemeinden, deren Freiwillige Feuerwehren nun offiziell ihr neues Fahrzeug in Empfang nehmen durften, gekommen waren. Im Mittelpunkt der Feierstunde standen natürlich auch die jeweiligen Wehrführer, deren Vertreter sowie viele Aktive der Wehren. Willkommen waren auch die Mitglieder des VG-Rates und des Hauptausschusses. „Sie haben die Gelder für die Anschaffung freigegeben“, hob Hof in seiner Ansprache hervor. Sehr wichtig sei es, dass diese Entscheidungen über alle Parteigrenzen hinweg getroffen werden, schließlich sei die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren viel wert und deshalb müssten die Mannschaften auch gut ausgestattet sein.

Gottes Segen

„Einsätze können manchmal auch sehr gefährlich sein“, gab Hof auch im Hinblick auf die Flutkatastrophe im Ahrtal zu bedenken. Deshalb sei es ganz wichtig, Gottes Segen dabei zu haben. Pfarrer Michael Reschke (Gemünden) und Kaplan Walter Simon (Dornburg) hatten nun die ehrenvolle Aufgabe, die neuen Fahrzeuge einzuweihen. „Auf dass sie den Frauen und Männern im Einsatz helfen können und jeden von ihnen gut nach Hause bringen“, so der Kaplan, selbst aktiver Feuerwehrmann, der dann auch die Segnung vornahm.

Stellvertretend für den Kreisfeuerwehrverband des Westerwaldkreises gratulierten Alexandra Zeyda (2. Stellvertretende Vorsitzende), Fabio Steudter (Geschäftsführer) und Jannik Helsper (Kassierer).

Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Wehrführer der FFW Berzhahn, Frank Riedel, alle Anwesenden herzlich willkommen geheißen. Darunter auch Wehrleiter Peter Baumann und seinen Stellvertreter Detlef Größchen. „Es freut uns, als kleine Wehr heute der Veranstaltungsort sein zu können“. Dabei nutzte er die Gelegenheit, kurz auf die rund dreijährige Planungs- und Beschaffungsphase des neuen Fahrzeugs für seine Wehr einzugehen. Sein Dank galt dem Förderverein und den Spendern, die in Sachen Ausrüstung finanziell unterstützt hatten. „Im März 2020 konnten wir unseren VW LT nach 33 Jahren und 11 Monaten in Rente schicken und unser neues TSF abholen“, verkündete er freudestrahlend. Ähnlich ging es auch den anderen Wehren, die zum Abschluss des offiziellen Teils die Schlüssel aus den Händen von VG-Bürgermeister Markus Hof im Beisein von dessen Mitarbeiter Collin Schmidt (Abteilung Brandschutz) in Empfang nehmen konnten.

Die Fahrzeuge

Die FFW Höhn mit Wehrführer Peter Baumann freut sich über ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 3000, welches 4.000 Liter Wasser transportieren kann. Das Diesel-Fahrzeug hat 290 PS. Die Kosten hierfür betragen rund 270.000 Euro inklusive Beladung. Das Fahrgestell ist von MAN, Hersteller ist die Firma WISS aus Herbolzheim (bei Freiburg).

Die FFW Langenhahn mit Wehrführer Florian Schneider und Patrick Schäfer als Stellvertreter kann nun mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10/10 in Einsatz fahren. Das Diesel-Fahrzeug mit 290 PS kann 1.600 Liter Wasser fassen. Darüber hinaus hat das Fahrzeug, das rund 380.000 Euro inklusive Beladung kostet, eine Ausrüstung für technische Hilfeleistung (Schere, Spreitzer etc.). Das Fahrgestell ist von MAN, Hersteller ist das Unternehmen Lentner aus Hohenlinden.

Auch die Fahrzeuge der FFW Berzhahn und der Löschgruppe aus dem Westerburger Stadtteil Wengenroth waren in die Jahre gekommen und mussten ausgetauscht werden. Die beiden Wehren mit Wehrführer Frank Riedel und Michael Pieschl haben jetzt Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) im Wert von jeweils rund 85.000 Euro inklusive Beladung. Diese besteht hauptsächlich aus Tragkraftspritze, Schläuche und diversen technischen Hilfsmitteln.  

Die Dieselfahrzeuge haben 165 PS. Hersteller ist ADIK aus Mudersbach und das Fahrgestell ist von Opel.

Peter Baumann und Detlef Größchen als Wehrleitung können zum schnelleren Erreichen der Einsatzstelle jetzt auf einen neuen Kommandowagen (KdoW) zugreifen. Das 190 PS starke Dieselfahrzeug kostet inklusive Beladung rund 40.000 Euro. Hersteller ist die Firma Schneider aus Rennerod, bei dem Fahrgestell handelt es sich um einen VW Passat. 

(Text und Foto: Ulrike Preis)

www.waeller-journal.de

 

 

 

 

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56459 Berzhahn

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